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Was sind Grunddienstbarkeiten?

Im deutschen Recht ist im Bezug auf Grundstücke eine Regelung festgehalten, die man im Fachjargon Grunddienstbarkeiten nennt. Aber was bedeutet das eigentlich? Zunächst einmal betrifft das Grundstücke, die in ihrer Anordnung hintereinanderliegen, und zwar so, dass der Eigentümer des zweiten, also dahinterliegenden Grundstückes, seinen eigenen Grund und Boden nicht erreichen kann, ohne dafür den Boden des davorliegenden Grundstückes zu überqueren. Ist dieser Fall gegeben, so darf der Eigentümer des vorderen Grundstückes, dem Eigentümer des hinteren Grundstückes, laut Gesetz nicht die Benutzung seines Bodens verbieten, um zu seinem Grundstück zu gelangen.

Grunddienstbarkeiten

Grunddienstbarkeiten

Hierzu wird bereits im Grundbuch des vorderen Grundstückes eingetragen, dass der Eigentümer des hinteren Grundstückes den Boden dazu nutzen darf, um zu seinem Boden zu gelangen, was man auch als Grunddienstbarkeit vermerkt. Die Nutzungsrechte für den überquerenden Nachbarn sind in diesem Fall jedoch auf das Notwendigste eingeschränkt. Unter den Grunddienstbarkeiten wird außerdem in zwei Kategorien unterschieden, nämlich in Unterlassungs- und Benutzungsdienstbarkeiten. Bei den Unterlassungsdienstbarkeiten handelt es sich um beispielsweise ein Bauverbot auf dem betreffenden Grund und Boden und bei der Benutzungsdienstbarkeit um Führung von Leitungen, Weide- oder Wegerechten. Da es sich bei Grunddienstbarkeiten eher um eine Belastung des Grundstückes handelt, werden diese grundsätzlich in der Abteilung II des Grundbuches festgehalten.

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